28.08.2011

eine Woche vorbei

Am ersten Tag hatten wir "nur" Administratives und Organisatorisches.
Also Hausordnung, Ämtliplan und solche Sachen.

Am zweiten Tag war mein schlimmster Tag, danach ging es gut.

Am Freitag fehlte ich, weil mein Körper einfach keine Kraft mehr hatte.
War auch eine grosse Umstellung von ab und zu mal eine Stunde sitzen, gleich auf täglich vier Stunden sitzen! Klar hatten wir jede Stunde eine Pause, aber war halt doch eine riesige Umstellung.

Dank der richtigen Medikamenten-Einstellung konnte ich wenigstens gut reisen und den Unterricht konzentriert folgen.

Die anderen Teilnehmer des Kurses, soweit ich sie in einer Woche kennenlernen konnte, sind alle in Ordnung. Verstehe mich mit allen gut, vielleicht mit einigen besser.

Vieles war wir dort lernte bis jetzt, ist für mich schon selbstverständlich, da ich schon "Kunden" betreue im Spital. Interessant war das Thema Esseneingeben. Dort habe ich noch bewusst gelernt, was die richtige Körperhaltung ist. In der Abteilung, in der ich arbeite, schaut eigentlich das Pflegepersonal schon, dass der Kunde die richtige Körperhaltung hat. Aber ich habe unbewusst auch darauf geschaut und wenn nötig etwas verbessert.
Vielleicht liegt es daran, dass ich mich selber schon sehr viel mit der richtigen Körperhaltung beschäftigen musste, dank meiner körperlichen Leiden.
Das der Kunde das Essen verweigert, habe ich auch schon erlebt. Motivieren motivieren und nochmals motivieren. Wenn der Kunde gar nicht essen will, wusste ich, dass das Personal schon schauen wird, dass der Kunder nicht verhungert!

Der grösste Unterschied zwischen der freiwilligen Arbeit und der "normalen" Arbeit wird sein, dass ich eine fixe Zeit habe beim Kunden. Das wird für mich sicher nicht einfach sein.
Obwohl ich auch bei der freiwilligen Arbeit mit eine gewisse Zeit vornehme, aber wenn ich merke, dass der Kunde mich noch benötigt, kann ich noch etwas länger bleiben. z.B. wenn er noch nicht eingeschlafen ist, wenn er nach der Essenseingabe noch etwas reden möchte usw.
Aber ich habe auch die Freiheit, dass ich etwas kürzer dort bleibe, wenn z.B. bei der Sitzwache, eine halbe Stunde früher gehen, wenn der Kunde friedliche schläft!

Sonst fühle ich mich wohl in dem Kurs. Manchmal merke ich halt das Hyperaktiv, an guten Tagen trotz den Medikamenten. Da würde ich gerne schon nach 30min ne Pause machen.

Leider musste auch der Haushalt leiden, da ich nach dem Kurs zu müde, erschöpft oder zu hyperig war, um irgendetwas noch richtig hinzukriegen.

So das wäre es mal kurz zu der ersten Kurswoche.

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