23.02.2011

kennt du den Spick noch?

Ich habe vor einiger Zeit von meinen Pflegeeltern meine persönlichen Sachen, die ich noch bei ihnen hatte, bekommen.
Heute habe ich den ersten Spick-Ordner genommen und bin damit ins Bett gesessen. Schon interessant, was da so steht. Ich habe viel Ordner, die ich durchlesen kann. Viel Wissen, das ich durchlesen kann und lernen.  Viel Lustiges und Ernstes.
Was man als Kind für Probleme hatte, die erste Liebe, die nervigen Eltern... was so gebastelt wurde....
waren das noch Zeiten!

Erinnerst du dich noch?
An was erinnerst du dich denn?

16.02.2011

kleine L.

Ich bin L. sehr dankbar, dass sie mich so akzeptiert wie ich bin. Das wir so gut miteinander auskommen. Wir können sogar miteinander streiten ohne, dass danach jemand verletzt ist.

Wir haben uns in der schlimmsten Zeit kennengelernt und mussten noch zusammenwohnen. So lernten wir uns wirklich in kurzer Zeit sehr gut kennen. Das waren noch Zeiten. Manchmal muss ich schmunzeln, wenn ich an diese Zeit denke.
Ich hatte manchmal so verrückte Ideen, wie das Zimmer umzustellen, obwohl das verboten war. Leider ist es uns nicht gelungen. Wir hätten fast teilweise die Möbel aus dem Zimmer tragen müssen und dann wäre es aufgefallen was für Blödsinn wir machen.
Die Spaziergänge, wo wir uns gegenseitig ermutigen durften. Die Achtsamkeitsübung auf der Sitzbank am Waldrand. Wie wir jedes Mal zusammengezuckt sind, wenn der Wecker läutete.
Uns Problem mit dem WC... lach, wir mussten manchmal schon lachen.

Unsere Party im Zimmer, wenn wir das Zimmer aufräumen wollten.

Das Spiel UNO könnte ich manchmal an die Wand schmeissen, wenn ich an diese Zeit denke. Lustig war, je nach dem wo wir gespielt haben, hat jemand anderer gewonnen. Ich war manchmal fast wütend, wenn ich nie gewonnen habe.

Ich hatte mein Wireless-Modem mitgenommen, damit im Bett am Laptop sitzen konnte. Lange hatte sich L. dagegen gesträubt, das auch zu machen. Irgendwann wollte sie es doch ausprobieren und ich habe ihr die Zugangsdaten gegeben. Danch sah ich sie fast täglich im Bett am Laptop. War eben doch gemütlich, wenn man einen Film im Bett schauen konnte.
Wir haben uns auch per Chat geschrieben, wir sassen fast nebeneinander und schrieben uns, anstatt miteinander zu reden. Wie konnten wir darüber lachen, wie verrückt wir doch waren!

War ich traurig, weil sie früher nach Hause ging. Ich hatte danach lange Probleme mit dem alleine Wohnen. Habe mich einfach daran gewöhnt, nicht alleine zu sein. Dazu war es ja nur ein Zimmer, also wir sassen wirklich fast aufeinander. Meine 3,5 Zimmer-Wohnung kam mir einfach riesig vor. Schon bevor ich wieder nach Hause ging, war mir die Wohnung schon gross vorgekommen, wenn ich am Wochenende zu Hause war.

Ja meine liebe L. ich vermisse sie schon. Wenn ich dann die wenigen Fotos anschaue, die ich von ihr habe... ach waren das schöne Zeiten! Aber wiederholen will ich diese Zeiten sicher nicht. Aber ich erfreue mich an der Erinnerung.

Gottesdienst

Ich war am Sonntag wieder mal in der Kirche, juhuu!
Ich habe um 9 Uhr mit L. vor der Kirche abgemacht. Sie wollte mich unterstützen. Ich bin ihr sehr dankbar, dass sie mich so überrumpelt hat am Freitag mit dem Vorschlag, zusammen in die Kirche zu gehen.
Es ging erstaunlich gut. Keine Angst, keine Unsicherheit, gar nix. Ich habe mich auf alles eingestellt, alles für den Notfall mitgenommen. Aber es ist gar nix passiert.
Bis kurz vor dem End-Lopreis ging es mir gut. Da wurde es mir dann doch zuviel. Aber ich habe es sehr früh gemerkt, sodass ich dann nicht extrem gestresst war. Draussen habe ich einen Kaffee getrunken und L. hat ein Gipfeli gegessen.

Ich bin erstaunt, dass sich die Angst vor Menschen-Massen so einfach aufgelöst hat. Sicher wird es wieder Zeiten geben, wo die Angst wieder da sein wird. Aber es ist schon nach über einem Jahr wieder mal eine positive Erfahrung mit Menschen-Massen gemacht zu haben.

L. hat mich nach Hause gefahren. Sie war so begeistert von der Umgebung, dass ich vorgeschlagen habe, noch einen Spaziergang zu machen. Ich war so ruhig, wie schon lange nicht mehr. Vielleicht lag es einfach daran, dass L. schon mit mir zusammengewohnt hat. Da ich so nie eine Fasade aufbauen musste, konnte ich einfach sein wie ich bin. Kein Stress mit der Hyperaktivität, kein Stress wegen des zuviel Reden oder sonst was. Ich wusste 100%, dass sie mich schon zurechtweisen wird, wenn ich wieder mal nervig werden sollte.

07.02.2011

neue woche... neues glück?

Jede Woche nehm ich mir vor, diese Woche schaffe ich es... diese Woche!
Und dann? Kommt sowieso wieder alles anders oder nicht?!

Diese Woche habe ich mir einen Wochenplan gemacht. Mit allen Terminen, Haushalt und was sonst so dazugehört. Klappt es diese Woche? Es muss doch klappen!

Nein, ich denke nicht so. Versuche jeden Tag so zu nehmen wie er kommt. Denn es kann immer etwas unerwartetes dazukommen. Spontan einen Besuch bei der Freundin, Krankheit, einen Anruf, usw.

Gut wenn ich mir einen Plan gemacht habe.
Aber falls irgendetwas dazwischenkommt, versuchen nicht gleich alles an die Wand zu schmeissen.
Ruhig bleiben, tief durchatmen und neu organisieren.

Ob ich das hinkriege sehe ich dann Ende der Woche...

05.02.2011

Arbeiten tut mir nicht gut

Bin nach der Arbeit um 24 Uhr zu Hause gewesen und tanze mich seit da an durch die Wohnung.
Jedes Mal nach der Arbeit drehe ich ich voll hyperaktiv durch!
Habe die Wohnung tanzend aufgeräumt... habe mir mal zwischendurch einen Kaffee gemacht und in Facebook rumgesurft. Aber hatte immer die Musik im Ohr. Nein nein, ich mache keine laute Party in meiner Wohnung. Schön brav mit Ohrenstöbsel... lach. (Danke vielmals J. für den Ipod) Niemand hört was... nur ich habe die Lautstärke ziemlich aufgedreht, so aufgedreht wie ich momentan bin.

Nach bald zwei stunden Party, werde ich sicher in ein paar stunden extrem Schmerzen haben...(merke es schon jetzt, aber kann nicht aufhören) Jaja selberschuld ich weiss. Kein Mass! Das werde ich sicher nie haben. Entweder ganz oder gar nicht!

Warum immer vorsichtig sein? Ich will das Leben geniessen, wenn ich schon mal geniessen kann... mal unvernünftig sein, solange ich niemanden schade, darf ich das! Und ich schade mir ja selber auch nicht ernsthaft, bis auf die Schmerzen! Ich lasse mich von den Schmerzen nicht immer das Leben vermiesen, die sind sowieso da...ob ich brav bin oder mal über den Strang haue!
Besonders wenn bei mir die Sicherungen rausfallen und ich voll ins hyperaktive Abtanzen falle! Dann alles tanzend gemacht, abgewaschen, aufgeräumt, getippt und was noch so in meinem Hyper-Wahn mache! Wenigstens ist danach aufgeräumt!


Früher als ich 100% gearbeitet habe, habe ich abends party gemacht oder war im Ausgang... hauptsache ACTION... PARTY yeah!
Lasst mich raus, lasst uns was wahnsinniges erleben...ob ein Nachtspaziergang, ob Lachen bis wir heisser sind, uns vom Bildschirmschoner in Trance bringen ... einfach Party... das Zimmer umstellen? Etwas verbotenes tun?
Nein habe keine Drogen genommen... kein Joint geraucht, keinen Schluck Alk gehabt. Nur gearbeitet!!!

03.02.2011

Kendo-Schnuppertraining

Ja ich war am Dienstag im Schnuppertraining.
War ziemlich überfordert mit der Schrittfolge, daher hat mich der Trainer aus der Gruppe genommen, damit ich nur die Schritte üben konnte. War sehr anstrengend. Sobald er sah, dass ich wieder nur rumstehe und zuschaue, kam er und motivierte mich wieder.
Habe die Schritte zu Hause schon fleissig geübt und es geht immer leichter. Es tut auch der Haltung sehr gut. Es entspannt die Muskulatur.
A. ist voll begeistert und wird sicher gehen. Ich werde es mir noch überlegen. Wenn ich die Schritte irgendwie automatisieren kann, würde nichts im Weg stehen, ebenfalls ins Kendo zu gehen.
Da gerade Schulferien sind, habe ich viel Zeit um zu üben und beobachten, wie ich mich entwickle.

Beim Spazieren heute morgen habe ich schon eine sehr kleine Veränderung beobachtet. Also fleissig üben, damit ich bald die richtige Körperhaltung habe.

Die Webseite des Kendos:
http://www.swissbudocenter.ch/