23.09.2011

kämpfe? Sprache?

Wer kennt die Kämpfe mit sich, mit dem Innern, mit der Umwelt, mit der Krankheit, usw. nicht?!?

Also wenn du nein denkst, muss ich dir gleich sagen, dass ich dir nicht glaube!
Wenn du der Überzeugung bist, dass du im Recht bist ok, deine Sache!

Ich kämpfe zwar nicht mehr gegen mich, gegen meine Krankheit und gegen all das andere, was zu mir gehört.
Aber manchmal ist trotz alle radikalen Akzeptanz, die Psyche doch nicht bereit oder überfordert.

Dann heisst es dagegen zu kämpfen, dass man nicht den Halt, den Boden verliert. Im Hier und Jetzt bleiben!
Die ganze volle Skills-Liste im Kopf abrufen.... Beschreiben, das hat eigentlich bis nach Hause gereicht. Baum, Esche, Birke... Haus, Ziegel, Dach, Fensterläden, Rollläden, Fenster... Tiere, Kuh, Schaf, Lama...
War das anstrengend, die Wörter in meinem abgetriften Kopf zu finden. Zuerst wusste ich nur das Grundwort, wie Baum, Haus, Fläche... dann kamen mir immer mehr Beschreibungswörter in den Sinn, grüne Wiese, Acker, Maisfeld usw.
Irgendwie nach Bauma, glaube Wila, musste der Zug in dem ich sag, lange auf den engegegenkommenden Zug warten. (Eine Durchsage wurde gemacht) Ein etwas komischer Typ ist wegen der Verspätung total unruhig geworden, durch den Wagen gegangen und hat es allen erzählt.
Ein Abteil neben mir sass ein Asylant. Der ein grosses Fragezeichen auf dem Kopf stehen hatte, wegen dem komischen Typ. Ich sprach in spontan an und schnallte, dass er kein Deutsch verstand.
Also Hirn umschalten auf Englisch. Was dann auch ziemlich fliessend und ohne grosse Anstrengung aus meinem Mund kam. (Was es doch gut ist, wenn man gerade den Halt verliert und nicht mehr richtig überlegen kann) Die "Muttersprache" kommt einfach über die Lippen, wie wenn ich fast nie etwas anderes geredet hätte!

Ich erklärte dem Asylanten was gerade los ist und was der komische Typ ihm sagen wollte. So fing das Gespräch an.
"Alibaba" (so stellte er sich vor), 32 Jahre jung; auf einer Tour durch Europa; kommt aus Gambia; spricht kein Deutsch; wohnt gerade in Bauma; hat Freunde in Winterthur und in Zürich; wenn die Freunde nicht in Winterthur im Stadtpark sind, gehe er nach Zürich...
gesagt, dass ich sehr gut Englisch rede (bin ja da nicht gleicher Meinung, oh wunder!), er mich sehr gut verstehen kann und dass ich nett, aufmerksam sei und er mich gerne näher kennenlernen möchte.

Ich habe am Schluss den Boden, Halt wieder gehabt und war müde von der Unterhaltung. Zu Hause angekommen, war ich überrascht über mich selber... wie gut ich eigentlich Englisch sprechen kann, wenn ich mich nicht beobachtet fühle. (ähm nee, egal) Fand es richtig befreiend....

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